Kirsten Brodde fordert: Geld zurück Herr Nonnenmacher!

icon1 Michael Wenzl | icon2 Hub | icon4 5. März 2010| icon320 Kommentare »

Kirsten Brodde (Grüne Mode) will, dass Dirk Jens Nonnenmacher seinen Teil an der Bredoulli der HSH Nordbank trägt. Sie hat ausgerechnet, dass alleine Fahrpreise im ÖPNV, die zur Finanzierung der HSH Nordbank erhöht würden, für jeden Hamburger 24 Euro pro Jahr ausmachen.

Mit dieser Summe auf einem vorbereiteten Scheck, ging Kirsten Brodde heute in eine Filiale der HSH Nordbank, um selbigen einzulösen. Doch satt eines konsequenten Vorstands, kam die Polizei um ihre und die einiger Polizisten festzustellen. Mehr zum Thema bei SPON und der Webseite zur Kampagne www.geld-zurueck-herr-nonnenmacher.de

20 Kommentare

  1. Farmblogger Says:

    Geld zurück Herr Nonnenmacher…

    Man kann gar nicht oft genug davon erzählen. Die von mir hochgeschätzte Grünemodekoryphäe, Aktivistin, Bloggerin und überhaupt extremst sympathische Kirsten Brodde will das Geld zurück, das ihr für die Rettungsaktion der HSH Nordbank aus der Tasche gez…

  2. Bio Emma » Blog Archive » Her mit dem Bonus Says:

    [...] mal eine schöne Aktion von Kirsten Brodde, der es verständlicherweise nicht gefällt, dass Bankmanager Boni einstreichen, während die [...]

  3. Klaus Says:

    Was für ein schwachsinnige Idee, mit einem Scheck in die Bank zu laufen. Ganz billige PR Nummer ohne Bezug zur Realität

  4. Michael Wenzl Says:

    @Klaus:
    Vollkommen richtig, mit Schecks immer gleich zum Metzger gehen und dort das Geld holen.

  5. Klaus Says:

    Ich würde gerne mal von Frau Brodde hören, wie sie auf den Zusammenhang zw. HVV-Preisen und dem Bonus von Dr. No kommt. Der Haushalt der Stadt HH hat mit dem Bonus nichts zu tun. Wie schon gesagt: Eine ganz billige PR-Nummer….

  6. Kirsten Says:

    @Klaus: Bank gehört zu großen Teilen der Stadt, HVV gehört der Stadt. Bank kostet, Stadt spart (auch am HVV, aber auch an x anderen Sachen). Wer zahlt denn ihrer Meinung nach den Bonus von Herrn Nonnenmacher?

  7. Hamburger Bürgerschaft Says:

    In dem Zusammenhang “billig” ins Spiel zu bringen ist ein bemerkenswertes Wortspiel. Aber machen wir doch auf dem Niveau weiter: Lieber billige PR als teure Boni für Minderleister.

  8. Michael Wenzl Says:

    @Klaus:
    Der Zusammenhang ist so offensichtlich, dass sich eher die Frage stellt, wie man diesen nicht akzeptieren kann. Dr. No selbst teilt ja die Einschätzung, dass die Transaktionen, von denen er wusste, “Hamburg und Schleswig-Holstein in eine schwierige Lage gebracht” haben und meint trotzdem “lassen wir mal die Kirche im Dorf”.
    Wer so viel Opportunismus und Selbstgefälligkeit an den Tag legt, darf sich gerne einer “billigen” PR-Kampagne ausgesetzt sehen. Ist mir jedenfalls lieber und vor allem aufrichtiger als dümmliches Getue in den Vorstandetagen. Im übrigen halte ich es da mit Brecht und seiner Analogie zu Banken und Bankräubern.

  9. Klaus Says:

    @Kirsten: Großer Irrtum! Ein Blick in den Haushalt genügt! Die Stadt HH hat noch keinen Cent durch die HSH verloren. Wenn die Welt doch so einfach wäre….
    Die Stadt hat weniger Einnahmen, weil die HSH keine Dividende zahlt. Das war es aber auch schon.

  10. Klaus Says:

    Noch ein Nachtrag: Der Bonus wird immer noch von der Bank gezahlt und nicht von Herrn von Beust.
    Und noch eins zum Thema “Boni für Minderleister”: Dr. No hat sich diesen Bonus ja wohl nicht mit sich selbst ausgehandelt. Da war ja wohl die Politik auch beteíligt, oder?

  11. Kirsten Says:

    @Klaus: Was ist mit den ersten 3000 Millionen (3 Milliarden)? Und die Garantien (10 Milliarden) mindern die Kreditwürdigkeit der Stadt (z.B. Zinsen steigen). Ich teile aber deine Einschätzung, dass auch die Politiker, die Entscheider, Verantwortung tragen, nicht nur die Profiteure.
    Meiner Beobachtung nach dient aber die vielbeschworene Komplexität immer dazu, Verantwortung versickern zu lassen. Ich finde deshalb im Gegensatz zu dir, dass Dinge oft simpler sind als gedacht.

  12. Klaus Says:

    @Kirsten: Diese 3 Mrd sind erstens nicht verloren, sondern investiert. Die angesprochenen 10 sind “nur” Garantien. Für diese Garantien zahlt die HSH Gebühren, die nicht unerheblich sind.
    Ergänzend dazu: Die 3 Mrd stehen in keinem Haushalt, da ein Sondervermögen gebildet worden ist.

    Problem für die Politik ist aber: Aktuell gehen die Gebühren in das Sondervermögen und die Länder haben keinen Zugriff auf das Geld. Wenn ich richtig informiert bin, warten hier schon etwa 400 MEUR auf S-H & HH. Allein nur aus 2009.

    Ich gebe Dir aber generell recht: Die HSH ist eine Belastung für SH und HH. Aber rein monetär gesehen, wurden die Länder noch nicht belastet. Sie haben “nur” Ihren guten Namen für die 3 Mrd & die Garantie hergegeben.

  13. Kirsten Says:

    Gut, ich will Nonnenmacher nicht durchrutschen lassen, aber ich würde gerne weiter dazu lernen. Gehe ich recht in der Annahme, dass du in meiner Umlaufbahn und damit Hamburger bist? Solltest du Lust haben, dich in Altona in meiner Schreibklause zu melden, zahle ich mit Garantie den Kaffee. Ich gehe auch gerne mit dir zur Bilanzpressekonferenz der HSH Nordbank. Exponiert habe ich mich eh schon genug.

  14. Kirsten Says:

    @Micha: Wenn Bloggen so funktioniert, finde ich es absolut spannend. Dank´deinem Rechtschreibfehler in meinem Namen finde ich mich jetzt auch unter Kristin Scott Thomas – tolle Frau.

  15. Michael Wenzl Says:

    @Kirsten:
    Ei, peinlich, also das mit dem Tippfehler. :(
    Nur bitte wer ist diese Kristin Scott Thomas, bloggt die etwa auch?

  16. Klaus Says:

    @Kirsten: Pressekonferenz, aber nur ohne Scheck, der ausgezahlt werden soll;-))

  17. Klaus Says:

    Ich würde gerne nochmal das Thema “Kreditwürdigkeit” von HH nochmal aufgreifen.
    In meinen Augen gibt es keine Schädigung von HH. Die Refinanzierung von HH läuft ausgezeichnet, und das sogar zu sehr guten Konditionen. Nicht nur dass aufgrund der Finanzkrise die absoluen Zinsen gesunken sind, es gibt heute auch sehr interessante Theorien, die belegen, dass öffentliche Haushalte von solchen Krisen sogar stark profitieren können (langfristig, bei niedrigem Zinsniveau).
    Überspitzt kann man also sogar die Frage stellen: Haben die ehem. Aufsichtsräte absichtlich bei der HSH nicht hingesehen???
    Vielleicht geht das weit, da ich davon überzeugt bin, dass die Politik die Rolle als Aufseher nicht wahrnehmen konnte, da schlicht und einfach das Know How gefehlt hat

  18. Hanni&Nanni Says:

    Wer sich richtig informiert, stellt fest, dass Nonnenmacher die Bank nicht ruiniert hat, sondern seine Vorgänger.

  19. Bruce Says:

    Gut, ich will Nonnenmacher nicht durchrutschen lassen, aber ich würde gerne weiter dazu lernen. Gehe ich recht in der Annahme, dass du in meiner Umlaufbahn und damit Hamburger bist? Solltest du Lust haben, dich in Altona in meiner Schreibklause zu melden, zahle ich mit Garantie den Kaffee. Ich gehe auch gerne mit dir zur Bilanzpressekonferenz der HSH Nordbank. Exponiert habe ich mich eh schon genug.

  20. Bruce Says:

    Noch ein Nachtrag: Der Bonus wird immer noch von der Bank gezahlt und nicht von Herrn von Beust.
    Und noch eins zum Thema “Boni für Minderleister”: Dr. No hat sich diesen Bonus ja wohl nicht mit sich selbst ausgehandelt. Da war ja wohl die Politik auch beteíligt, oder?

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